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Von Berufung und Herzensangelegenheit

Es ist immer schön, ein besonderes Verhältnis zu seinen Kunden und dem Produkt zu haben, das man richtig in Szene setzen soll. Bisher kann ich voll und ganz behaupten: Ich habe durchweg großartige Kunden – Tolle Ansprechpartner, abwechslungsreiche Projekte und einen bunten Branchen-Mix. Das ist es, was meine Arbeit als Freelancer so spannend macht. Die Möglichkeit selbst zu entscheiden, mit wem man zusammenarbeitet und wie sich diese Zusammenarbeit gestaltet.

Es ist natürlich nicht alles Gold, was glänzt. Alexandra Zykunov hat in „Home Office Tipps“ mit vielen Vorurteilen gegenüber Selbstständigen aufgeräumt. Immer wieder hört man „Du arbeitest ja nicht so richtig“, „Du warst doch den ganzen Tag zu Hause“, „Du kannst dir frei nehmen, wann du möchtest“. Besonders gut gefielen mir daher folgende Passage aus ihrem Artikel:

„Erstens: Wir arbeiten nicht nur „richtig“, sondern die ganze Zeit und das ganz allein ohne Hilfe von Kollegen. Es heißt nicht umsonst „selbst ständig“. Zweitens: Freiberuflich heißt nicht, dass ich entscheide, wann ich frei mache, sondern selbiges für mich entschieden wird. Egal ob ich gerade auf dem Spielplatz bin, es 21 Uhr ist oder Sonntag. Und Drittens: Freiberufler sind weder ihr eigener Chef, noch haben sie gar keinen Chef. Stattdessen haben sie gleich eine ganze Hand voll. Jeder Kunde ist auch Vorgesetzter, der in der Regel entscheidet, wann, wie viel und für welches Geld gearbeitet wird.“

Das klingt erst ein mal hart. Für mich birgt es allerdings auch jede Menge positive Aspekte. Es ist nicht jeder für die Selbstständigkeit gemacht und das ist auch vollkommen in Ordnung. Man muss es schaffen sich selbst bei Laune zu halten, zu motivieren und auch dann mal „Überstunden“ zu leisten, wenn draußen 35 Grad sind und die Freunde ans Strandbad gehen oder gemütlich grillen. Dem gegenüber stehen aber auch großartige Projekte, die man in dieser Zeit vorantreiben kann – am Ende stehen glückliche Kunden, zufriedene Endverbraucher und eine Arbeit, mit der man sich identifizieren kann.

Den Besitzer der Prego Cafébar habe ich ganz zufällig auf einem Event kennengelernt. Ich, ein sehr großer Kaffee-Freund, bestellte mir an seiner kleinen, liebevoll restaurierten und zu einer mobilen Cafébar umgebauten Piaggio Ape einen Cappuccino. Den fand ich so lecker, dass ich mir nach einer Runde auf dem Event, gleich noch einen zweiten gegönnt habe. So kamen wir ins Gespräch – Über seinen selbst gerösteten Kaffee, der eigens umgebauten Piaggio Ape, darüber, sich mit einer Idee selbstständig zu machen, die einem wirklich am Herzen liegt.

So kam es, dass ich die Möglichkeit bekam, seine Visitenkarten und Flyer neu zu gestalten, um seinem schönen Konzept den letzten Feinschliff zu verpassen. An der passenden Webseite arbeiten wir aktuell. Ein Projekt, das mir sehr wichtig ist, auch weil ich weiß, wie viel es ihm bedeutet. Und das ist kein Einzelfall.

Dass Eishockey ein großer Teil meines Lebens bestimmt, ist sicher nicht mehr für alle neu. Die Adler Mannheim in Social Media Fragen zu unterstützen liegt daher besonders nah und es freut mich, dass sie meine Arbeit und Ideen in Anspruch nehmen. Bei SportFanReisen bin ich nicht nur für den Medien-Part verantwortlich, sondern begleite auch die Reisen als Reiseleitung und übernehme als einer der Geschäftsführenden Inhaber administrative Aufgaben. Beides bereitet mir große Freude und lässt das Hobby mit der Arbeit verschmelzen.

Nachdem ich Denise von „La Torta di Denise“ regelmäßig treffe um ihr Tipps zur Optimierung ihres Webauftritts, konnte ich sie vom Content Management System WordPress überzeugen. Weg von Blogspot, einem Blogger-Tool, das sich zum Einstieg gut eignet, aber nicht mehr ausreicht wenn die Arbeiten besser und intensiver werden – WordPress lässt ihre Tortenkunst im richtigen Licht erstrahlen und bietet mehr Entfaltungsmöglichkeiten. Ihr neuer Blog ist seit kurzem online, und auch hier steckt viel Leidenschaft, die jetzt die nötige Bühne erhält.

Das sind nur einige Auszüge, die zeigen, wie schön es sein kann ein besonderes Verhältnis zu seinen Kunden und dem Produkt aufzubauen.

Dann wird die eigentliche Arbeit irgendwie doch zu einer Herzensangelegenheit. Und der Job zur Berufung.

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