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Einblick in das Projekt: Cafe BRUE

 

Pitchen?

 
Wie die Zeit rennt. Seit 3,5 Monaten hat das Radisson Blu Mannheim, und damit auch das Café BRUE, geöffnet. Unzählige Tassen Kaffee der wunderbaren Barista und einige Meetings im Herzen der Mannheimer Quadrate sind seither für mich in diesen Räumlichkeiten ins Land gegangen. Seit Wochen nehme ich mir vor, eines meiner bisher größten Projekte, und definitiv ein Herzens-Projekt, noch einmal Revue passieren zu lassen, ein paar Zeilen dazu zu schreiben und zu zeigen, wie es entstand und Bilder erzählen zu lassen. Und weil es eben nicht einfach irgendein Café ist, muss ich leider etwas ausschweifen.

Das Projekt Stadtquartier Q 6 Q 7 hat das Mannheimer Innenstadtbild in den vergangenen Jahren geprägt. Im Herbst 2012 begannen die Schließungen der Parkhäuser und der Start der Abbrucharbeiten. Seit dieser Zeit wurde in Mannheim viel spekuliert und die Neugierde wuchs, was denn da ganz genau entstehen würde. In den Monaten vor der Eröffnung wurde in den regionalen Nachrichten wieder mehr darüber berichtet, die ersten Mieter bekannt gegeben und beim Flanieren durch die Innenstadt hat man schon mal einen kleinen Abstecher in die Fressgasse gemacht, um sich den aktuellen Stand genauer anzuschauen.

Im März 2016 tauchte Q 6 Q 7 dann in meinem E-Mail-Postfach auf. Die Anfrage zur Teilnahme an einem Pitch. Ein Pitch. Das, was ich sehr oft als besonders undankbare Arbeit in der Agentur- und Medienwelt empfinde. Man arbeitet Stunden – teilweise Tage und Wochen – an einem Konzept, arbeitet Ideen aus, sendet sie an den potenziellen Kunden, um dann aus einem Pool an Teilnehmern nicht ausgewählt zu werden, und im schlimmsten Falle einen Teil seiner Idee später von jemand anderem umgesetzt zu sehen. Zugegeben, das ist natürlich der Worst Case und kommt selten vor. Wenn allerdings die To Do Liste ohnehin schon voll ist und man ein kleines Magengrummeln beim Thema „Pitch“ bekommt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein „Vielen Dank für Ihre Anfrage und das Interesse an meiner Arbeit. Leider habe ich aktuell keine Kapazität, Ihnen bis zur Deadline ein ausgearbeitetes Konzept zuzusenden.“ das E-Mail Postfach verlässt.

Da in der Anfrage-Mail noch keine Infos zum Projekt vorhanden waren, war ich selbstverständlich neugierig und ließ mir diese zusenden. Beim Öffnen des PDFs und dem Ansehen der ersten Mood-Bilder des Architektur- und Interior-Design-Büros blocher partners war schnell klar, dass dieses Café (zum damaligen Zeitpunkt noch ohne Namen) es definitiv Wert ist, Arbeitsstunden und ein paar Nachtschichten in den Pitch zu investieren.

Kaffee aus der Mannheimer Rösterei Helder & Leeuwen (hab ich schon erwähnt, dass ich guten Kaffee besonders wertschätze?), der Look des Cafés im modernen Industriedesign, Zusammenarbeit mit Mannheimer Unternehmen, und die komplette Entwicklung des Corporate Designs und Medien-Auftritts: Logo, Corporate Design, Speisekarten, Visitenkarten, Website, Social Media Auftritt, und alles, was dazu gehört. Dazu gab es noch eine kleine Premiere für mich: Die Gestaltung der Innenwände, Produkttafeln sowie Dekoration des Cafés. Das Ende vom Lied? Ich war Feuer und Flamme. Nach einigen Tagen der Suche nach passender Inspiration und der Zeit, in der ich das Projekt erst einmal auf mich wirken gelassen habe, begann die Arbeit. Entstanden ist eine 43-seitige Präsentation, die pünktlich zur Pitch-Deadline abgeschickt wurde.
 

Zuschlag!

 
Oh my. Die nächsten sechs Monate bis zur Eröffnung am 17.10.2016 vergingen wie im Flug. Die Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung von Diringer & Scheidel und dem Team des Radisson Blu hätte besser nicht laufen können und ich bedanke mich an dieser Stelle erneut für das Vertrauen und die wundervolle Zusammenarbeit. Ein riesiges Dankeschön geht auch an Annika Rotundo von Cloud Climber Design & Illustration, die mein Illustrationskonzept noch besser umgesetzt hat, als ich es mir vorher hätte wünschen können. Danke auch an die Herren vom Blumenhaus Augustaanlage, die vom Meeting beim Blumengroßmarkt bis zum Einsetzen der Kaffeepflanzen großartige und vor allem liebevolle Arbeit geleistet haben!

Und weil Bilder mehr sagen als weitere 570 Worte, hier ein Einblick  von den Arbeiten bis zum fertigen Café BRUE, das in jedem Fall einen Besuch wert ist!
 

Der Weg zum Ziel

 

 

Impressionen nach Fertigstellung und Eröffnung

 

Impressionen © Carlson Rezidor

Umgesetzte Arbeiten/Verantwortlichkeiten: Logo, Corporate Design, Visitenkarten, Postkarten, Speisekarte, Webseite, Facebook, Instagram, Konzept und Umsetzung Wandgestaltung/Wandbilder, Konzept Wandgestaltung Illustrationen/Tafeln, Konzept Bepflanzung in Zusammenarbeit mit dem Blumenhaus Augustaanlage, Dekoration.

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